Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um 50ZERO und die Reduzierung deines CO2-Fußabdrucks.

Wie kann ich meinen CO2-Footprint reduzieren?

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, den eigenen CO2-Footprint zu reduzieren:

Möglichkeit 1: Emissionen verringern

Am wirkungsvollsten ist es, klimaschädliche Aktivitäten herunterzufahren und auf das mögliche Minimum zu reduzieren. Man kann beispielsweise auf interkontinentale Flugreisen verzichten oder den Fleischkonsum herunterzufahren - was sich direkt positiv im eigenen CO2-Footprint niederschlägt.

Möglichkeit 2: Emissionen ausgleichen

Eine Absenkung auf null Emissionen durch Verzicht und Änderung des Konsumverhaltens ist heute noch ein Ding der Unmöglichkeit. Hier kommt die zweite Möglichkeit zur Senkung des CO2-Fußabdrucks ins Spiel: das sogenannte Offsetting. Darunter versteht man die Kompensation der eigenen CO2-Emissionen, indem man sie an anderer Stelle einspart  oder der Atmosphäre die entsprechende Menge wieder entzieht (z.B. durch das Pflanzen von Bäumen).

Wie funktioniert CO2-Offsetting?

Unter CO2-Offsetting versteht man die Kompensation der eigenen CO2-Emissionen, indem man sie an anderer Stelle einspart oder der Atmosphäre die entsprechende Menge wieder entzieht (z.B. durch das Pflanzen von Bäumen).

CO2-Offsetting funktioniert so (Beispiel):

  1. Du fliegst zum Sommerurlaub auf die Kanarischen Inseln und zurück. Damit bist du persönlich für ca. eine Tonne klimaschädlicher Emissionen verantwortlich. 
  2. Du nutzt Offsetting, um an anderer Stelle eine Tonne CO2-Äquivalente einzusparen oder der Atmosphäre zu entziehen.
  3. Wenn man die beiden Vorgänge miteinander verrechnet, kommt unterm Strich eine schwarze Null raus. Das Offsetting der durch den Flug verursachten Emissionen macht es möglich, klimaneutral in den Urlaub zu fliegen.

Was ist das besondere an 50ZERO?

Viele Offsetting-Anbieter setzen auf die Unterstützung von klimafreundlichen Projekten: Seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls 1997 gibt es weltweit anerkannte Mechanismen, mit denen sich klimafreundliche Projekte durch den Verkauf von speziellen Zertifikaten finanzieren. Diese Zertifikate bestätigen, dass durch das Projekt Emissionen eingespart werden (z.B. indem in einem Entwicklungsland Solaröfen gebaut werden) oder CO2 aus der Atmosphäre entzogen wird (z.B. durch Aufforstung von abgerodeter Waldfläche in Südamerika). Unternehmen oder Personen, die Offsetting betreiben möchten, können diese Zertifikate über Börsen und Vermittler kaufen.

Ein Problem an dieser Methode ist, dass dieser Ausgleich kaum Anreize setzt, die Emissionen bei uns in Europa tatsächlich zu senken: Wir setzen daher auf das Stilllegen von europäischen CO2-Zertifikaten. Schon heute sind die CO2-Emissionen großer Emittenten in Europa durch den Europäischen Emissionshandel gedeckelt. Diese Märkte funktionieren immer nach dem System, dass eine Regierung (in unserem Fall die Europäische Kommission) eine Obergrenze für klimaschädliche Emissionen festlegt und eine entsprechende Menge von Emissionsberechtigungen (CO2-Zertifikaten) ausstellt. Diese können dann von Unternehmen ersteigert werden und auch untereinander gehandelt werden. Alle Unternehmen, die Teil des Emissionshandels sind, müssen ihren verursachten CO2-Fußabdruck bilanzieren und die entsprechende Menge an Emissionsberechtigungen vorweisen. Tun sie das nicht, drohen empfindliche Strafen.

50ZERO erwirbt CO2-Zertifikate und legt diese still. Das heißt, wir reduzieren die Anzahl der verfügbaren Emissionsberechtigungen und damit auch die Möglichkeit für andere Unternehmen in Europa klimaschädliche Gase auszustoßen. Und zwar unmittelbar. Das macht klimaschädliche Geschäftsmodelle wie die Erzeugung von Kohlestrom unprofitabel und schafft Anreize auf klimafreundliche Technologien umzustellen.

Was ist ein CO2-Zertifikat?

Ein CO2-Zertifikat im Sinne des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) berechtigt einmalig zum Ausstoß von einer Tonne CO2-Äquivalent, deswegen spricht auch von Emissionsberechtigung. Warum Äquivalent? Neben CO2 gibt es noch andere klimaschädliche Gase, z.B. Methan. Ihre Wirkungsweise auf das Klima misst man in CO2-Äquivalenten, z.B. entspricht der Ausstoß einer Tonne Methan dem Ausstoß von 25 Tonnen CO2. Der offizielle Name für eine CO2-Zertifikat in der EU lautet übrigens European Union Allowance (EUA).

Was kostet ein CO2-Zertifikat?

Der Preis von CO2-Zertifikaten liegt derzeit bei ca. 25 €.

Wie hoch ist der durchschnittliche CO2-Footprint?

Der CO2-Ausstoß liegt in Deutschland pro Kopf bei ca. 11-12 Tonnen. 

Warum gibt es den Europäischen Emissionshandel (ETS)?

Die EU setzt das Emissions Trading System (ETS) ein, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen. Aktuell gilt: Die EU hat sich verpflichtet, bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent zu reduzieren (Basisjahr 1990). Soviel kann man schon einmal sagen: Die Geschwindigkeit, mit der die Treibhausgasemissionen in Europa gesenkt werden, muss sich erhöhen, um die Pariser Ziele zu erreichen.

Wie funktioniert der Europäische Emissionshandel (ETS)?

Die EU definiert entsprechend den Klimaschutzzielen eine jährliche Obergrenze von CO2-Äquivalenten für den Europäischen Raum, die stetig abnimmt, und gibt die resultierende Anzahl von Zertifikaten aus. Zur Teilnahme am ETS sind vor allem Kraftwerksbetreiber und große Industriebetriebe verpflichtet. Es gibt aber auch freiwillige Teilnehmer, z.B. Händler. Alle Teilnehmer können Zertifikate von der EU ersteigern. Einen kleineren Teil an Zertifikaten gibt die EU kostenlos aus.

Einmal im Jahr muss jeder Anlagenbetreiber der EU vorrechnen, für wie viele Treibhausgasemissionen er in diesem Jahr verantwortlich war. Dann muss er die entsprechende Menge von CO2-Zertifikaten an die EU übergeben, die dort dann gelöscht werden. Ein Zertifikat kann nur einmal eingelöst werden. 

Wenn ein Anlagenbetreiber nicht genug Zertifikate hat, muss er zusätzliche Zertifikate ersteigern oder von anderen Marktteilnehmern einkaufen. Wenn nicht, droht eine empfindliche Strafe. Gehandelt werden die Zertifikate entweder bilateral zwischen zwei Unternehmen oder über einen Marktplatz, z.B. die EEX in Leipzig. Über die Versteigerung und den Handel ergibt sich ein Marktpreis für CO2-Zertifikate.

Das Geld, das die EU durch die Versteigerung von Zertifikaten einnimmt, landet in Europäischen Innovations- und Modernisierungsfonds, z.B. dem deutschen Energie- und Klimafonds, mit denen die Transition zum CO2-neutralen europäischen Wirtschaftsraum unterstützt werden soll.

Was passiert, wenn CO2-Zertifikate durch 50ZERO stillgelegt werden?

50ZERO kauft CO2-Zertifkate ein, um diese dann stillzulegen. Das heißt, 50ZERO wird die Zertifikate nicht an andere Marktteilnehmer verkaufen. Stattdessen wird 50ZERO die Zertifikate halten. In der Konsequenz heißt das: Ein von 50ZERO gehaltenes Zertifikat kann nicht mehr von einem Anlagenbetreiber dafür benutzt werden, um gegenüber der EU eine Tonne CO2-Äquivalent zu "bezahlen". So wird eine Tonne CO2 aus dem Verkehr gezogen.

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Derzeit können wir leider noch keine Spendenbescheinigungen ausstellen.

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